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Psychosomatisch = eingebildet?

Diffuse gestalt

Die psychischen Ursachen werden immer schlimmer und der Körper hält irgendwann dem Druck nicht mehr Stand. Zunächst wird vielleicht der Hausarzt feststellen, dass man immer häufiger an leichten Infektionskrankheiten leidet und ungewöhnlich schwere Verlaufsformen auftreten. Der Blutdruck steigt vermutlich langsam aber sicher an. Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme nehmen zu. Nahezu jeder Betroffene hat individuelle Symptome, die in ihrer Gesamtheit auf ein BurnOut-Syndrom hinweisen. Der Hausarzt wird sich mit einer Diagnose sehr schwer tun und vielleicht nicht die richtigen Rückschlüsse ziehen können. Er sieht einen ständig leistungsfähigen und -willigen Patienten und kennt die seelischen Hintergründe nicht. All das kann nach langer Krankheitsphase zu einer tatsächlich physiologisch vorhandenen Erkrankung führen.

Sind die "kleinen" Erkrankungen denn nun eingebildet? Nein! Psychosomatisch heißt, dass diese Symptome durch den schlechten seelischen Zustand ausgelöst wurden. Möglicherweise liegt eine Ursache (z.B. Virusinfekt) vor, diese wäre jedoch bei intaktem Immunsystem nicht oder nicht so heftig ausgefallen. Es besteht also keinerlei Veranlassung, sich als Hypochonder zu fühlen, denn das ist nicht der Fall. Lieber einmal mehr abklären lassen, als hinterher die Folgen zu tragen. Die ärztliche Konsultation ist ein wichtiger Bestandteil des steinigen Weges auf "Heilung" des BurnOut.

Die empfundenen Symptome und die erlebte Krankheit sind echt, lediglich die Ursachen sind möglicherweise anders, als üblicherweise zu erwarten wären. Sie liegen im psychischen Bereich, haben aber echte körperliche Auswirkungen. Dies wird schon durch den Begriff psychosomatisch (übersetzt: der Spross / Keim / Ursprung liegt in der Psyche, also in der Seele)

 

Lustlosigkeit, Vereinsamung

Man merkt es eigentlich kaum, aber man sucht zusehends Gründe, um an diversen Tätigkeiten nicht teilnehmen zu müssen. Das Unterbewusstsein hat längst verstanden, dass Körper und Geist an ihre Leistungsgrenze gestoßen sind und versucht, sich so eine Ruhepause zu verschaffen. Es fehlt letztendlich der Antrieb zu jeglicher Tätigkeit. Schon beim Aufstehen versucht man zwanghaft zu rechtfertigen, nicht zur Arbeit, zu privaten Veranstaltungen oder anderen Aktivitäten zu gehen.

Mittelfinger

Es entsteht eine Art soziale Isolation. Der Freundeskreis zieht sich zurück oder wird immer mehr auf Distanz gehalten. Eine Art Einsiedlerleben ist die Folge. Eine Eigenart der Krankheit ist es jedoch, sich zusehends zu verschlechtern. So wird der Wunsch, sich vom Umfeld abzugrenzen immer stärker und es kommt zu ausgeprägten Paniksituationen. Schon die einfache Einkaufsfahrt wird zum Problem. Man hat das Gefühl, von allen beobachtet zu werden und bezieht jedes Lachen, jedes Gespräch auf sich.

Das Selbstwertgefühl ist im Keller und drückt auf's Gemüt. Die körperliche Reaktion auf diesen inneren Kampf wird früher oder später die Panikattacke sein, welche als solche häufig nicht erkannt wird. Aufkommendes Herzklopfen, starkes Schwitzen und Zittern erzeugen physisches Unbehagen.

Die Vermeidung jeder Art als negativ empfundenen Einflusses wird zum Hauptgeschäft des täglichen Lebens. Das Unterbewusstsein übernimmt die Steuerung und dirigiert den Betroffenen in unbekannte Gewässer. Schließlich verliert er sein bisher gewohntes Lebensgefühl und droht womöglich in die dauernde Depression abzugleiten.

Lustlosigkeit kann aber auch durchaus wörtlich genommen werden. Fehlende Lust kann sich auch auf die sexuellen Aktivitäten auswirken. Man distanziert sich aus unterschiedlichsten Gründen vom Partner. Vielleicht fühlt man sich der körperlichen "Anstrengung" einer sexuellen Aktivität nicht mehr gewachsen oder möchte einfach für sich allein sein. Möglicherweise sieht man sich aber auch mit der Problemstellung konfrontiert, dass der Geschlechtsakt aus rein praktischen Gründen (z.B. Erektionsstörungen, trockene Scheide ...) nicht mehr funktioniert. Hierrüber sollte man nicht in Panik geraten, sondern sich ebenfalls der Ursache des Problems zuwenden und die ganze Angelegenheit mit dem Partner erörtern.

Viele BOler wären erstaunt, wenn sie wüssten, wie hilflos ihre Partner bezüglich ihrer Lage sind. Woher sollen sie auch wissen, was vor sich geht? Miteinander zu sprechen ist wohl die wichtigste Therapieform im Rahmen eines BurnOut.