Burnout aka Depression--Wie weiter?

Beiträge zu Thema Entstehung, Verlauf und Ende des BurnOut Syndroms.

Moderator: Bratac

cyclecube
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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von cyclecube » Di 12. Mär 2013, 10:33

Das richtig bekloppte ist ja, dass ich mich frage, ob ich wirklich krank bin, oder ob es “nur“ meine Situation ist, die ich nicht verpacke. Fühle mich auch faul , spiele im Kopf mögliche berufliche/private Pläne durch. Kann nur keinen Entschluss fassen. Ich nehme jetzt Medis aber weiss einerseits dass NUR ICH meine Lage ändern kann. Nur fehlt mir jeglicher Plan, jegliches Ziel. Nun, ohne meine Familie, sitze ich hier und frage mich, wie mein weiteres Leben aussehen wird. Klar würde ich gerne jemand neues kennenlernen, was ich mir in meinem Zustand allerdings nicht vorstellen kann. Jetzt geht es schon ins s Krankengeld was natürlich auch nicht aufbaut.

cyclecube
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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von cyclecube » Di 12. Mär 2013, 10:52

Ja was für Erwartungen.....? Wahrscheinlich bin ich auch enttäuscht von mir selbst, nach meiner Umschulung zum IT Systemkaufmann nicht entsprechend Fuss fassen zu können. Ich nahm den letzten Job widerwillig an und versuchte trotzdem alles perfekt zu machen. Ich hinterfrage alles weil ich perfekte Ergebnisse brauche, die es aber nicht gibt und ich mir dann die Schuld gebe. Ich weiss dass man es nicht allen Recht machen sollte , da man das nicht schafft. Aber das liegt auch daran, weil ich mich dann meistens nicht wirklich durchsetzen kann. Das allerdings war oder ist Grundvoraussetzung im letzten Job in der Reklamationsabteilung. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Job nichts für mich ist, komme aber gedanklich nicht davon los, und mache mir auch nun einerseits Vorwürfe es nicht “ geschafft“ zu haben.

Ich erwarte eigentlich immer das Maximum von mir. Es ist verrückt.

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Sternenhimmel
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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von Sternenhimmel » Di 12. Mär 2013, 14:13

Hast du einen Psychologen,oder versuchst du es mit HA gesund zu werden?
Weißt du ,es kann sehr heilend sein,wenn man sich mit Hilfe mit dem eigene Ich auseinander setzen muß.

LG Sternenhimmel
Ich hab ein Ziel ,und solang find ich auch den Weg.

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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von cyclecube » Di 12. Mär 2013, 16:57

Ich bin in Gesprächstherapie. Hatte 6 Sitzungen bis jetzt. Weiss nur noch nicht, ob es wirklich hilft.

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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von elementary » Di 12. Mär 2013, 17:43

Nein es ist nicht verrückt. Vielleicht eher die Prägung der Erziehung denke ich.
Hast du als Kind je gelernt mal an dich zu denken? Ich nicht.
Ich habe auch immer gewusst das etwas nicht gut für mich ist. Mich nicht wohl gefühlt.
Trotzdem dann gemacht. Man enttäuscht ja seine Eltern oder seinen Chef nicht.
Auch wenn der Job noch so scheixxe ist, zeigt man sich von der besten Seite.
Auch das ist eine Erwartung an sich selbst. Allerdings irgendwie nicht unsere eigene oder?
Dein letzter Job hast du vielleicht "müssen" damit Geld rein kommt.
Hast aber vorher gewusst das vieles nicht ok ist oder du nicht willst.
Wie soll man da glücklich sein?
Aber ich finde gut das du therapeutische Hilfe hast. 6 Sitzungen ist nicht viel, das geht eine Weile,
bis man hinter sich selbst kommt. Meistens belügt man sich ja selbst. Ich war da spitze drin im Selbstbetrug.
Ging lange bis ich es verstand. Willst du in deinem Job bleiben?

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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von cyclecube » Di 12. Mär 2013, 18:36

Denke ich auch, dass ich mich teilweise selbst belüge. Eigentlich war ein Job in einem Grossraum-Büro immer etwas, was ich nicht wollte. Aber ich dachte mir, dass ich damit schon klar kommen werde und muss. Kann mir nicht vorstellen, den Job nochmal weiter zu machen. Traue mich da gar nicht hin. Komm mir wie ein Kind vor. Machte mir auch selbst Druck was neues zu finden. Allerdings habe ich weder eine Idee noch nen Plan. Noch vor einem Jahr hätte ich mir fast jeden Job im IT Bereich vorstellen können und hatte keine Problem bei Vorstellungsgesprächen. Jetzt habe ich sogar Schiss davor, ja vor Gesprächen allgemein. Bin völlig aus der Umlaufbahn geschossen.

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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von elementary » Mi 13. Mär 2013, 07:30

Au jeden Fall ist es gut das du weißt was dir schadet und was nicht.
Und ich hoffe das dies nicht nur deinen Job betrifft.
Machst du sonst noch was? Außer Thera?
Meine sowas wie Entspannungskurse oder Sport oder so?
Jetzt wo du es geschrieben hattest. Ich hab mit fast niemandem reden können.
Mir waren Gespräche allgemein zuwider. Also nicht nur Job.
Wenn du jetzt schon auf der Suche nach was Neuem bist, meinst du nicht das du mit diesem Druck den
du dir selbst machst eher tiefer fällst wie wenn du erst mal alle Viere von dir streckst und gesund wirst?
Was würde dir den vorschweben?

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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von cyclecube » Mi 13. Mär 2013, 10:46

Ja eigentlich hast du recht. Zwanghaft nach einem Job zu suchen bringt es wahrscheinlich nicht. War gerade bei meinem Therapeuten und der legt mir jetzt plötzlich eine Reha nahe. Ich soll das mit meinem Hausarzt besprechen. Noch in der letzten Sitzung war er auf dem Trip mich durch Eigenmotivation begleitend durch Medis wieder hinzubekommen und schloss allgemein eine Depression bei mir als Diagnose aus. Allgemein war er immer auf dem Standpunkt jeder hätte mal eine solche Phase und meine "Depressionen" seien wohl aus eigener Energie zu bewältigen. Vom krank schreiben allgemein und von Antidepressiva hält er nicht viel. Er meint ich sollte durch eine REHA wieder Struktur und Abstand zu allem bekommen.

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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von Sternenhimmel » Mi 13. Mär 2013, 17:30

Eine Reha ist definitiv nicht die schlechteste Idee. *zwinkern*
Überleg mal selbst wie sehr dich die Therastunden weiterbringen.
Und dann ist noch die Frage ,wie regelmäßig finden die Therastunden statt?
Eine Reha bedeutet halt in einer bestimmten Zeitspanne sehr intensiv
und regelmäßig an und mit dir arbeiten.Allerdings braucht es da natürlich
eins ganz dringend.Deinen Willen .

LG Sternenhimmel
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Re: Burnout aka Depression--Wie weiter?

Ungelesener Beitrag von elementary » Do 14. Mär 2013, 13:24

Sag mal Cycle,findest du das gut was dein Therapeut da ablässt?
Aus Eigeninitiative schafft man schon sehr viel, aber es kostet auch verdammt viel Kraft.
Und ich glaube gerade wir haben nicht viel Kraft. Ich konnte auch viel alleine schaffen, aber ich hätte es alleine
niemals raus geschafft. Das ist doch eigentlich ganz logisch.
Ich verstehe das jetzt auch nicht irgendwie das dein Therapeut gestern Ab sprach und heute B.
Hast du eine Ahnung warum. Ich finde eine Reha gut. Ich war auch lange stationär. Und bin im nachhinein froh drum.
Selbst bei jemandem der glücklich in seinem Job ist und dem es wirklich helfen würde weiterhin arbeiten zu gehen
und ab und zu ein paar Stunden beim Therapeuten ist, raubt das Energien.
Und bei dir, jemand der total unglücklich ist ...!
Ich wünsche dir echt das du es weiterhin gut triffst mit deinen Begleitern.
Ich finde das schon echt wichtig das hier die Chemie stimmt.
Ich glaube anders könnte man gar nicht gesund werden. Man wird ja sonst nur weiter runter gezogen.
Wie geht es dir heute?

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