Partner in akutklinik und jetzt?

... in Bezug auf den Umgang mit BurnOut-Betroffenen, deren Gefühlswelt oder sonstige Themen ...
phalenopsis
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Partner in akutklinik und jetzt?

Ungelesener Beitrag von phalenopsis » Sa 24. Nov 2018, 01:27

Hallo,


Mein Mann hat bo und Depression ist seit Juli krankgeschrieben und die letzten Wochen und Monate waren für uns beide sehr hart...ich habe immer versucht Verständnis zu haben für das emotionale Wechselbad seiner Gefühle, versucht die starke zu sein Probleme von aussen von ihm fern zu halten ihn einfach so gut es geht in allem zu unterstützen. Nun habe ich ihn gestern in die akutklinik gefahren, und komme damit gerade nur sehr schwer klar...
Einerseits komme ich nicht aus diesem " ich muss stark sein, ich muss mich kümmern Rad gedanklich raus
Was habe ich vor ein paar Tagen mich gefreut wenn ich mal eine Stunde alleine in der wohnung war und einfach mal was machen konnte. Jetzt fühle ich mich hier total unwohl. Kann noch nicht mal in unserem Bett schlafen. Ich verbringe die zweite Nacht auf dem Sofa. 😑 und ich weiß nicht wie ich es Wochen vielleicht Monate aushalten soll.
Enge Freundinnen die über die Situation bei uns Bescheid wissen, sagen ich soll die Ruhe genießen, etwas für mich tun... aber mir wird Wort wörtlich schlecht bei dem Gedanken und ich komme nicht zur Ruhe.
Andererseits mache ich mir Gedanken wie es weiter geht, mit meinem Mann, unserer Beziehung unserem Leben... ich kenne jemanden der auch schon in dieser Klinik war und der geht es seit dem schlechter als vor her...
Ja ich weiß ich darf die Situationen nicht vergleichen...aber es beunruhigt mich doch trotzdem sehr!- daher wie ging es euch in der Situation? - wie seit ihr mit dem ungewissen was ist nach der Klinik umgegangen?

Liebe Grüße Phelenopsis

Milena2411
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Re: Partner in akutklinik und jetzt?

Ungelesener Beitrag von Milena2411 » Sa 24. Nov 2018, 09:42

Liebe phalenopsis

ich komme gerade nach 10 Wochen Klinik nach Hause und versuche mit kleinen Schritten "draußen" klarzukommen.

Ich kann nur von mir berichten. Eine Depression ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Es ist gut das dein Mann sich nun Hilfe holt.
Was nach der Klinik ist? Das ist wohl individuell unterschiedlich. Das es deiner Bekannten schlechter geht nach der Klinik kann ich mir nur so erklären das "danach" wirklich erst mal alles auf dem Kopf steht und neu sortiert werden möchte. Vor der Klinikzeit war ich ja noch im Hamsterrad und habe gestrampelt. Erst in der Klinik wurde mir schmerzlich bewusst wie tief ich gefallen bin.

Welche Alternativen hätte dein Mann? Ich weiß nicht wie depressiv er ist. Aber eine Depression gehört in jedem Fall behandelt. Es ist schön das du ihn unterstützt. Deine Freundinnen haben absolut recht. Kümmere dich gut um dich. Das alles ist auch für dich nicht einfach und kostet Kraft.
Vertraue darauf das deinem Mann geholfen wird.
es ist kein einfacher Weg aber bei einer körperlichen Erkrankung würde man auch nicht zögern sich Hilfe zu holen. Und schon gar nicht nach darüber nachdenken was wohl nach der Zeit eines Krankenhausaufenthalts wäre?

Ich wünsch dir Zuversicht und viel kraft für euch beide

phalenopsis
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Re: Partner in akutklinik und jetzt?

Ungelesener Beitrag von phalenopsis » Sa 24. Nov 2018, 11:27

Hallo Milena,



Vielen lieben Dank für deine positiven Gedanken!-
Ich bin ja auch froh das er sich für diesen Schritt entschieden hat...weil mit alle 2 Wochen ambulant zu 50 Minuten Therapie reicht einfach nicht....
Vielleicht liegt es einfach daran das ich aufgrund meiner eigenen Lebensgeschichte Probleme habe zu vertrauen und die Verantwortung abzugeben...das das mein eigentliches Problem momentan ist und ich deswegen auch Angst habe vor dem was kommt...was dann sein wird....
Vielen Dank nochmal.

Liebe Grüße!

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