Wie schafft ihr es damit umzugehen?

... in Bezug auf den Umgang mit BurnOut-Betroffenen, deren Gefühlswelt oder sonstige Themen ...
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ketchupbaby
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Wie schafft ihr es damit umzugehen?

Ungelesener Beitrag von ketchupbaby » Di 23. Okt 2018, 11:45

Hallo!
Bei meinem Mann und mir wer es so, dass wir nichts von dem BO wussten bis unsere Ehe am scheitern war.

Dann haben wir es erst mit Eheberatung probiert, diese meinte erst das es an mir lag, da ich soviel gemacht (gearbeitet) habe, damals stand ich unter Schock und habe alles geglaubt was sie mir gesagt haben. Je mehr ich darüber nach dachte und mit meinem Mann redete, er mir auch sein Empfinden von dieser Zeit versuchte klar zu machen, stellten sich immer mehr Sachen heraus die überhaupt nicht zusammen passten und mir ist aufgefallen, dass ich keine andere Wahl hatte als alles zu übernehmen, da mein Mann wenn ich ihm Zeit gab eh nur arbeitete und wenn ich was von ihm brauchte war es für ihn immer stressig.
Die Kinder maulte er immer mehr an, also versuchte ich sie aus der Schusslinie zu halten. Wenn ich ihn auf unsere Beziehung ansprach wich er mir immer aus.

Er hat mich sehr verletzt, verbal (hier hält man es ja nur noch mit Alkohol aus) obwohl nichts dramatisches wahr.
Meine Gefühle, mein Vertrauen, mein Selbstwertgefühl etc.

Obwohl wir jetzt wissen das es „Überarbeitung“ sagte die Hausärztin. „Burnout“ sagte die Psychologin war. Er ist jetzt eigentlich wieder wie früher, nicht ganz, er sagt er möchte nie mehr dort hin wo er war und möchte mich nie mehr so verletzten, für ihn ist es selbst unvorstellbar das er „den Menschen den er am meisten liebt so verletzt hat“.

Jeder Monat ist ein ständiges auf und ab.

Für mich ist es schwer, ich habe bis jetzt nicht geglaubt das die Psyche einen Menschen so in seinen Handlungen verändern kann.

Wie verkraftet ihr das alles?
Welche Beweise gibt es?
Können psychische Störungen wirklich solche Auswirkungen haben, dass das Denken und Handeln so beeinträchtigt wird?

Ela1973
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Re: Wie schafft ihr es damit umzugehen?

Ungelesener Beitrag von Ela1973 » So 28. Okt 2018, 21:19

Puh das hört sich genau so schrecklich an wie bei uns gerade. Allerdings sind wir noch nicht an dem Punkt das er für sich erkannt hat, das er ein Problem hat. Meine Therapeutin die mich Gott sei Dank unterstützt, meinte ich muss ihn bewusst ganz runter gehen lassen. Aber es zerreißt einem das Herz dies zu sehen. Die Tage meinte er zu mir er hätte das Gefühl wenn er zur Ruhe kommt dreht er durch. Momentan trinkt er jeden Abend mindestens 3/4 Flasche Wein 🙈🙈
Ich bin aber froh auf dieses Forum gestoßen zu sein, in dem man viel dazu lesen kann und es Menschen gibt wie dich, die einem das Gefühl geben nicht ganz alleine zu sein.

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