Gefühl alleine helfen zu müssen ist Realität!

... in Bezug auf den Umgang mit BurnOut-Betroffenen, deren Gefühlswelt oder sonstige Themen ...
ibusch
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Gefühl alleine helfen zu müssen ist Realität!

Ungelesener Beitrag von ibusch » So 6. Mai 2018, 18:07

Hallo,

ich habe mein 1. Posting löschen lassen, weil alles drum herum das eigentliche Problem wobei ich Unterstützung brauche,
verschleiert hat. Unstrittig ist das meine Frau BO Frau D. hat aber das große Problem dabei ist, ich bin völlig auf mich allein gestellt, um Ihr zu helfen. Es liegt daran:...

Meine Frau BO durch den Betrieb, in dem Sie arbeitet. Sie bekleidet dort eine Position in der Geschäftsführung.
Das mittelständische Unternehmen mit 180 Angestellten, ist Inhaber geführt von K. Herr K. ist zugleich auch Ihr Bruder.
Ich glaube die meisten erkennen jetzt schon wie kompliziert es wird. Den Posten in der Geschäftsführen hat Sie seit April 2017.
Wo ich denke auch bereits kurze Zeit später der Ursprung des BO´s liegt. Seitdem Sie diese Position inkl. der Verantwortung gegenüber 180 Mitarbeiter hat plus Prokura ging es leider immer weiter abwärts. Einige werden jetzt denken, warum habe ich nichts dagegen unternommen. Aus dem Grund nicht weil Frau D. bis dato immer Ihre Arbeit ohne einen Hang zu BO erledigt hat. Mir war selber bis vor 4 Wochen nicht bewusst, das Sie mittendrin ist im BO. Ende letzten Jahres habe ich gegenüber meinem Schwager Herr K. schon mal die Vermutung geäußert, das mit Frau D. irgendwas nicht stimmt. Unteranderem habe ich auch das Wort Burnout benutzt... OH gaaaanz großer Fehler. Erst hat er mich ausgelacht, dann erkannte er Burnout nicht als Krankheit an, sondern als Modeerscheinung. Seine Meinung war anschließend, das ist höchstens eine Stressphase gerade, die auch wieder vorbei geht.
Da ich es bis jetzt auch nur so kannte, Stressphase und danach wieder alles gut, habe ich mir der Hinsicht auch nicht weiter Gedanken gemacht. Im Februar diesen Jahres fing ich bei einem gemeinsamen zusammensitzen mit der Familie (5 Familienmitglieder arbeiten auch für Herrn K.) Information auf, die mich zwangen sofort wieder die Problematik aufzunehmen. Ich verlies direkt das das Treffen und fing an mir den Kopf zu zerbrechen. Nachdem ich genug Information aus dem Internet und niedergelassenen Ärzte gesammelt hatte, ging ich das Problem an. Stand heute ...

Erkrankte schiebt Problem vor sich her, zeigt keine Einsicht
Familiemitglieder nehmen mich wie erwartet nicht ernst, alle der Meinung BO gibt es nicht!
Unsere Partnerschaft ist von ihrer Seite aus für beendet erklärt worden und damit das Problem geboren an sie weiter heran zu kommen aus dem Grund entstand dann der letzte unten beschriebene Versuch.

Der der letzte Versuch Hilfe aus der Familie zu bekommen ist leider auch gescheitert. Den Versuch habe ich bei Ihrer Schwester gestartet, bei der ich immer das Gefühl hatte, sie ist die einzig normale in der Familie. GROSSER IRRTUM ... Auf Bitten und Betteln mir den Wunsch zu erfüllen ohne das Frau D. darüber informiert wird mit der Schwester Frau O. reden zu können. Wurde das verlangen nach einem Gespräch abgelehnt. Frau D. und Frau O. haben eine Absprache, das sich keine von beiden ohne den anderen darüber zu informieren mit ihren jeweiligen Partnern treffen dürfen. Warum.... keine Ahnung muss, so wie ich es mal am Rande mitbekommen habe, ein Vorfall in der Vergangenheit gegeben haben. Aus dem Problem in Vergangenheit entstand wie bereits erwähnt dann mein Problem. Nachdem ich dann sprichwörtlich auf Knieen gerutscht bin, schlug Sie mir vor, ich könnte alles das was soooo wichtig und ernst ist ihr ja schreiben und in den Briefkasten werfen. Ich entschloss mich dieses zu tun, weil ich vor lauter Verzweifelung keine Lösung parat hatte. Letztendlich habe ich es nicht geschrieben, da ich dann wahrscheinlich heute noch dabei wäre, ich habe es per Diktiergerät aufgenommen, habe es in Vorwort und Kapitel1 und Kapitel2 aufgeteilt in Summe 2:45 Stunden davon Vorwort 5 Minuten -diese Information wird 6 Zeilen tiefer noch wichtig- und anschließend auf einen USB Stick kopiert den ich dann in den Briefkasten von Frau O. die Schwester geworfen habe. Ich habe beim schreiben des letzten Absatzs nicht einmal aufgehört vor unverständis mit dem Kopf zu wackeln -was mit gerade bewusst geworden ist. Naja ich dachte jetzt hätte ich das endlich Ende der Fahnenstange erreicht. Oh tief geschnitt habe ich mich mit dem Gedanken. Nachdem ich alles bei Frau O. Schwester in den Briefkasten geworfen habe -dazu muss ich ja noch erklären... Dieser Weg war für die Schwester legal gegenüber Ihrer Schwester weil ich j persönlich nicht Ihr gesprochen haben!- schrieb mir die Schwester Frau O. 10 Minuten später eine WHATSAPP *entsetzt* mit dem Inhalt, meine Schwester hat alles aber kein BO, was Ihr habt....
wüßte Sie nicht. Ich fragte trotzalledem nach obwohl ich die Antwort ja mir selber geben hätte können, ob Sie denn alles schon angehört hat oder nur das Vorwort. Das Vorwort reichte um dir eine Antwort zugeben. Ich erwiderte nur mit dem Kommentar in der Familie ist Wasser dicker als Blut. Damit waren meine ganzen Bemühungen am Ende.

Wenn Ihr fragt hat der Kerl keine Freund.... doch hat er in seiner Heimat, aber die kann man schlecht aktivieren für Frau D.
Und hier in meiner Wahlheimat konnte ich leider noch nicht solche sozialen Kontakte aufbauen, die dem Fall wie jetzt schon gewachsen wären bzw. die schon so vertrauswürdig sind.

Fazit ich habe keinen, wirklich keinen wo vielleicht auch mal hinkönnte um wieder Kraft zu tanken. NIX NIX NIX NIX

Wer weiß RAT ? Bin für alles offen...

DANKE
so long, Ingo

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Re: Gefühl alleine helfen zu müssen ist Realität!

Ungelesener Beitrag von Mima » So 6. Mai 2018, 18:28

Hallo Ibusch und willkommen im Forum,
ibusch hat geschrieben:
So 6. Mai 2018, 18:07
Unstrittig ist das meine Frau BO Frau D. hat
Wer hat denn den BO diagnostiziert? Der Hausarzt oder Psychiater?

ibusch hat geschrieben:
So 6. Mai 2018, 18:07
ich bin völlig auf mich allein gestellt, um Ihr zu helfen.
Ich finde es ganz toll, dass du deiner Frau helfen möchtest, doch etwas das ich zuallererst hier im forum lernen durfte ist die Tatsache, dass man nur dann helfen kann, wenn der Partner das auch zulässt und möchte.
So wie ich lese, lehnt deine Frau (noch) deine angebotene Unterstützung ab und somit kannst du leider momentan nicht sehr viel tun.

Manche BO Betroffene brauchen viel Zeit für sich, ziehen sich zurück um sich ganz auf sich zu konzentrieren.

Du kannst jetzt aber gut für dich sorgen, denn die Zeit ist anstrengend und kostet viel Kraft.
Vielleicht hast du Hobbies für die nie genug Zeit war und die du jetzt ausüben kannst?
Das Schreiben hier im Forum hat mir auch sehr geholfen, Gedanken loslassen durchs aufschreiben brachte mir schon eine gewisse Erleichterung.
Viele Grüße
Mima

ibusch
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Re: Gefühl alleine helfen zu müssen ist Realität!

Ungelesener Beitrag von ibusch » Mo 7. Mai 2018, 03:28

Hallo Mima,
Wer hat denn den BO diagnostiziert? Der Hausarzt oder Psychiater?
Der Gynäkologe sage Sie.

Ich finde es ganz toll, dass du deiner Frau helfen möchtest, doch etwas das ich zuallererst hier im forum lernen durfte ist die Tatsache, dass man nur dann helfen kann, wenn der Partner das auch zulässt und möchte.
So wie ich lese, lehnt deine Frau (noch) deine angebotene Unterstützung ab und somit kannst du leider momentan nicht sehr viel tun.
ja das verstehe ich ... Aber wenn der Zustand so bleibt, Sie nicht zulässt, dass ich Ihr helfe. Wer tut es dann? Verstehst Du nach mir, kommt keiner mehr.


Manche BO Betroffene brauchen viel Zeit für sich, ziehen sich zurück um sich ganz auf sich zu konzentrieren.
wie lange darf Sie sich denn überhaupt zurückziehen. Die Diagnose ist gestellt, Sie sagt, ich bin nicht krank und damit hat sich alles erledigt bis jetzt in Ihren Augen oder besser Wahrnehmung. Es muss doch jetzt eine Therapie beginnen bei einem Spezialisten oder sehe ich das falsch.


Du kannst jetzt aber gut für dich sorgen, denn die Zeit ist anstrengend und kostet viel Kraft.
Vielleicht hast du Hobbys für die nie genug Zeit war und die du jetzt ausüben kannst?
schon eingehend drüber nachgedacht und auf alle eventuellen Situationen eingestellt, damit ich sofort handlungsfähig bin.
Lieben Gruß
Ingo

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Re: Gefühl alleine helfen zu müssen ist Realität!

Ungelesener Beitrag von Olchi39 » Mo 7. Mai 2018, 14:37

Ein Gynäkologe ist definitiv nicht der richtige Ansprechpartner zur Stellung der BO-Diagnose :roll:

Bei BO ist es wie bei Abhängigkeitserkrankungen:

Ohne Krankheitseinsicht des Betroffenen kannst Du da gar nix machen! *entsetzt*
Manche müssen erst total zusammenbrechen, bevor sie Hilfe annehmen und die Einsicht bekommen.

Letztlich kannst Du momentan nur gut für Dich selbst sorgen, wie Mima schon schrieb.

Ansonsten ist Deine Frau ein eigenständiger Mensch, den Du nicht kontrollieren kannst.
Klingt hart, ist aber so.
Gute 24 Stunden,

Olchi39

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Re: Gefühl alleine helfen zu müssen ist Realität!

Ungelesener Beitrag von Mima » Mo 7. Mai 2018, 14:42

Hallo Ingo,
ibusch hat geschrieben:
Mo 7. Mai 2018, 03:28
Der Gynäkologe sage Sie.
Mich würde noch interessieren, welche Behandlungsvorschläge hat deine Frau vom Arzt erhalten hat?
Wie soll seiner Meinung nach die weitere Vorgehensweise aussehen?

Ich frag deshalb weil es viele unterschiedliche Wege/Möglichkeiten für den BO Betroffenen gibt.
ibusch hat geschrieben:
Mo 7. Mai 2018, 03:28
ja das verstehe ich ... Aber wenn der Zustand so bleibt, Sie nicht zulässt, dass ich Ihr helfe. Wer tut es dann? Verstehst Du nach mir, kommt keiner mehr.
Sie selbst! Sie kann sich nur selbst helfen. Sofern deine Frau es zulässt kannst du oder Freunde sie begleiten. Das will sie aktuell nicht, dann hat sie sich dazu entschieden diesen Weg alleine zu gehen.
Das ist schmerzlich für dich, versteh ich sehr, sehr gut. Letztlich ist es aber das leben deiner Frau und nur sie entscheidet, welchen Weg sie wie gehen möchte. Manche Betroffene sind froh über die Begleitung, andere wollen dies lieber alleine durchstehen.
ibusch hat geschrieben:
Mo 7. Mai 2018, 03:28
wie lange darf Sie sich denn überhaupt zurückziehen. Die Diagnose ist gestellt, Sie sagt, ich bin nicht krank und damit hat sich alles erledigt bis jetzt in Ihren Augen oder besser Wahrnehmung. Es muss doch jetzt eine Therapie beginnen bei einem Spezialisten oder sehe ich das falsch.
Sie darf sich so lange zurückziehen wie es für Sie wichtig ist. JEder Mensch ist anders, da gibt es keinen Zeitrahmen, der Zeitrahmen ist individuell unterschiedlich.

Viele BO Betroffene brauchen lange Zeit um sich den BO eingestehen zu können. Auch das liegt leider nicht in deiner Hand, sondern bei deiner Frau ganz alleine.

Gleiches gilt für die Therapie, - eine Therapie bringt nur dann etwas, wenn der Betroffene dazu bereit ist.

Ich verstehe dich sehr gut, aber müssen muss gar nix... können kann alles.... so wie der Betroffene das kann und möchte. Die Entscheidung was, wer, wann, wie tun kann und will, liegt wie bei allem, immer beim Menschen selbst.
Das ist das Aufpassen auf sich selbst,
Selbstbestimmt und nicht Fremdbestimmt.

Ich weiß, meine Worte klingen vielleicht hart?! Sind aber nicht so gemeint, es ist wirklich schwierig dem Partner zuzuschauen wie er sich quält. Es ist schwierig, wenn zudem noch eine Trennung ausgesprochen wurde.
Dennoch ist es so wichtig, dass du deine Frau und ihre Entscheidungen respektierst und sie nicht drängst und unter Druck setzt.

Alles Gute für Dich
Mima

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