Burnout im Erbgut vorhanden?

Alles was sonst nirgends reinpasst, aber zum Thema BurnOut gehört.
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Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von Eule » Mi 19. Dez 2012, 20:51

Hallo zusammen!

Mich würde eure persönliche Meinung zu nachfolgendem interessieren:

Jüngsten Studien zufolge verändert sich aufgrund von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit die DNA und hinterlassen folglich sehr drastische und lebenslang anhaltende Spuren im Erbgut.

Quellenangabe!

Leider ist diese nicht komplett und ich fand nichts vergleichbares.


Eine deutsche Übersetzung/Info hierzu liefert zum Beispiel Spiegel.

Erlebte Traumata in der Kindheit lösen in uns spezifische Verhaltens- und Reaktionsmuster aus, und einzig diese samt der Erinnerung lassen sich therapieren.

Vor kurzem befand ich mich auf einer Fortbildung in Österreich wo genau dieses, in Verbindung mit Burnout Thematik war.
Man `ahnt` tatsächlich Zusammenhänge welche ich nicht näher erläutern möchte.

Nun fragt man sich ob das erwähnte und auch eventuelle Folge- und Begleiterkrankungen vererbbar sind?
Dementsprechend zufolge auch BO!

Wie ist eure Meinung?

Viele Grüße
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franka

Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von franka » Mi 19. Dez 2012, 21:39

Das ist ja ein Thema!
Ein großes Fass voll.
Ich versuche einmal eine kleine Gedankenzusammenfassung.

Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, betrifft es nicht alle, sondern nur die die eben diese bestimmte Variante vorweisen.
Dann stellt sich mir aber die Frage, ob diese Veränderungen ( Traumatisierungen ) nicht schon im Mutterleib sowieso beginnen,
abgesehen von dem dann vorhandenen Erbgut.
Die Frage wieso manch einer dann später eher Betroffener ist und somit eine PTBS bekommt und der andere nicht, würde damit ja auch einiges mehr erklären.Oft hat man es ja immer an den Umständen fest gemacht, in dem der Mensch aufgewachsen ist. Doch würde das ja dann so nicht mehr genügen, als Argument.
Sondern eher noch ein " Verstärker" sein?!

Wenn ich aber bei schweren Depressionen mitbekomme welch Medis verschrieben werden um den Serotoninspiegel u.a. zu erhöhen, finde ich es gut das es möglich ist und somit vielen hilft. Doch sind viele Medikamente mit vielen Nebenwirkungen behaftet.
Gerade erlebe ich es wieder auf meiner Arbeit. Wobei die Wirkung von Medikamenten sich ja auch verändert bzw. irgendwann das Medikament nicht mehr wirkt. Dabei stellt sich mir die Frage, ob dieses dann ein Leben lang genommen werden müßte, wenn es das dann mal gäbe?

Eule hat geschrieben: Erlebte Traumata in der Kindheit lösen in uns spezifische Verhaltens- und Reaktionsmuster aus, und einzig diese samt der Erinnerung lassen sich therapieren.
das würde ich so unterstreichen, nur dieses z.Z.durch gezielte Therapiemethoden positiv beeinflußen und verändern zu können.
Eule hat geschrieben:Nun fragt man sich ob das erwähnte und auch eventuelle Folge- und Begleiterkrankungen vererbbar sind?
Dementsprechend zufolge auch BO!
wäre denkbar möglich, wenn ich bei mir z.B. auf der Arbeit mitbekomme, wie die Kinder derjenigen, die wir "behandeln" doch Krankheitsbilder aufweisen, die mit der Erkrankung der Eltern indirekt zusammenhängen und somit Folgeerkrankungen sein können.
Wobei ich da medizinisch ja nun überhaupt keine Ahnung habe, sondern eher aus meinem erlebten Arbeitsumfeld.


hoffe ich bin nachvollziehbar verständlich? *gruebel*

lg franka

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Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von Eule » Do 20. Dez 2012, 15:25

Liebe Franka!

`Was Du immer denkst!` Spaß beiseite. *zwinkern*

Lassen wir Medikamente einmal außen vor und befassen uns wirklich nur mit der Molekularebene.
Eine hohe Konzentration an Stresshormonen bewirkt eine epigenetische Veränderung, welche nicht rückgängig zu machen scheint. Angenommen die veränderte Struktur ist auf die Nachkommen vererbbar, wird diese natürlich bereits im Mutterleib entstehen.

Etwas mehr zur Wirkweise

Einmal angenommen Eltern mit traumatischer Vergangenheit (PTBS) vererben die veränderte Struktur, geben somit `erblich` gesehen auch spezifische Verhaltensmuster weiter. Vergangenheitlich gesehen wissen wir ja welche Reaktionen der Mensch im Falle eines BO von sich gibt.

Nehmen wir ein simples Beispiel: `Angst!` (bei PTBS und BO vorhanden)

Hohe Stresseinwirkung verändert dauerhaft die Genregulation. Würde eine veränderte DNA aufgrund von Traumata aus der Kindheit weitervererbt werden, wären daraus resultierende Nachkommen zusätzlich gefährdet und ein BO beispielsweise ja zu fast 100% garantiert.

So die Logik! Doch was ist dran?

Diagnsoe: BO durch Vererbung?
Therapie: Erziehung?

In meinem Kopf sammeln sich gerade tausend Fragen an. :roll:
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Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von hokla » Do 20. Dez 2012, 16:12

Hallo Eule!

Ich kann mich nur Franka anschließen, das ist ein Thema *zwinkern* .

Als alter Chemiker hab ich mal meine Biochemiekenntnisse rausgekramt und noch ein bisschen was im Internet gelesen *heilig* nun meine Gedanken.

Die DNA-Veränderugen sind ja nicht im Code Festgeschrieben sondern an Dingen die am Code hängen. Diese werden auch an das Kind weitergegeben. So das Kind bekommt die Hälfte seines Erbgutes von der Mama die Zweite vom Papa. Wenn jetzt einer "gesund" und einer "krank" ist, hat das Kind dann zwei Sorten von den am Code hängenden Dingen oder "kippt" das irgendwann in eine Richtung?
Wenn es nicht kippt, welche Art von Erbgut wird eher abgelesen?
Und das "funktioniert" anscheinend nur bei einer Genvariante von zumindest einigen, die es gibt. Ist jetzt die "kranke" Variante dominant oder rezessiv?
Eule hat geschrieben:wären daraus resultierende Nachkommen zusätzlich gefährdet und ein BO beispielsweise ja zu fast 100% garantiert.
Ich glaub nur wenn beide Elternteile das demolierte Erbgut haben. Sonst wird es wohl entweder eine "verdünnende" Wirkung haben und das Überschießen des Stressregulationssystemes nicht so gravierend sein oder das "kranke" Gen wird gar nicht exprimiert und es Passier gar nichts.
Eule hat geschrieben:Diagnsoe: BO durch Vererbung?
Schon möglich, aber ich glaub nicht bei jedem Kind. Die Welt ist ja leider nicht so einfach *zwinkern* , und meist gibt es ja mehrere Auslöser für Krankheiten bei denen es auch Vererbbare Risikofaktoren gibt. Aber ein Risikofaktor ist es auf alle Fälle.
Eule hat geschrieben:Therapie: Erziehung?
Ich denk Ja. Aber kann jemand, der überschießend auf Stress reagiert seinem Kind beibringen, dieses nicht zu tun bzw. die ein gewisses Maß an Kontrolle darüber zu gewinnen? Das, glaube ich, geht nur, wenn die Eltern das schon für sich selber gelernt haben.

Tschuldigkeit für den *prof*-Teil, da ist der reine Naturwissenschafter in mir wiedermal durchgegangen *heilig* .

lg

hokla
Auf der Lichtung der Gelassenheit genieße ich die Ruhe, mit der ich voll Vertrauen in mich selbst neugierig und aufrecht durch die Welt gehe.
hokla 1,1 :D

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Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von franka » Do 20. Dez 2012, 18:33

Hallo Ihr Beiden,

finde ich sehr spannend was sich hier entwickelt :D

@hokla deine Erklärungen kann ich absolut gut nachvollziehen, danke dir dafür und für dein Wissen *zwinkern* .

ich komme ja nun gerade aus der 'ganzheitlichen' Pädagogik und sehe den komplexen einzelnen Menschen ja erstmal so wie er gerade ist...erfasse sein Umfeld und erachte ein Genogramm u.U. als wichtig. Will ich Ressourcenorientiert und nach Fähigkeiten schauend arbeiten/ erziehen, muß ich wissen das ein Perspektivwechsel erstmal bei mir selbst auch möglich sein kann.
Nur mal so als Anriss.
hokla hat geschrieben:Ich denk Ja. Aber kann jemand, der überschießend auf Stress reagiert seinem Kind beibringen, dieses nicht zu tun bzw. die ein gewisses Maß an Kontrolle darüber zu gewinnen? Das, glaube ich, geht nur, wenn die Eltern das schon für sich selber gelernt haben.
Nick! wobei ich ein Erkennen und annehmen, dem gelernt vorraussetze, bei den Eltern oder Erziehenden.
Eule hat geschrieben:Hohe Stresseinwirkung verändert dauerhaft die Genregulation. Würde eine veränderte DNA aufgrund von Traumata aus der Kindheit weitervererbt werden, wären daraus resultierende Nachkommen zusätzlich gefährdet und ein BO beispielsweise ja zu fast 100% garantiert.

So die Logik! Doch was ist dran?
da fehlen aber doch wirklich die ganzen anderen einflussnehmenden Faktoren, so wie hokla es schon beschrieben hatte, so denke ich!
Eule hat geschrieben:Nehmen wir ein simples Beispiel: `Angst!` (bei PTBS und BO vorhanden)
mir stellt sich dabei gerade die Frage wie der Einzelne dieses im Laufe seines Lebens dann aber auch kompensiert, und diese Kompensation dann sich auch dahingehend verändert. Und der Grat der 'normalen' Angst dabei bewußt wahrgenommen und unterschieden/ gesteuert werden kann.Dieses sich dabei auch wieder über die Generationen entwickelt, je nachdem wie sich diesbezüglich diese Menschen entwickeln.Sehe dabei immer echte Menschen vor mir, ganz "praktisch" und beispielhaft mitgedacht.

So wie z.B.bei einem Allergiker der im Verlauf verschiedene Allergien entwickeln kann, eben durch Verlagerung oder Verschiebung.
Doch die Beeinflussung von "Angst" ja eine ganz andere Komponente ist, aber vielleicht ein wenig vergleichbar *zwinkern*
Eule hat geschrieben:In meinem Kopf sammeln sich gerade tausend Fragen an. :roll:
Das ist doch ein ein Anfang?! *zwinkern*

da machen wir weiter *pfeif*

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Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von Eule » Fr 21. Dez 2012, 11:22

hokla hat geschrieben: Als alter Chemiker
*schreck* Herr je!

Nun Hokla.
Ich wollte eigentlich nicht derart in die Tiefe gehen, doch macht es dies nun erst recht interessant.
hokla hat geschrieben: Wenn jetzt einer "gesund" und einer "krank" ist, hat das Kind dann zwei Sorten von den am Code hängenden Dingen
oder "kippt" das irgendwann in eine Richtung?

Wenn es nicht kippt, welche Art von Erbgut wird eher abgelesen?

Und das "funktioniert" anscheinend nur bei einer Genvariante von zumindest einigen, die es gibt. Ist jetzt die "kranke" Variante dominant oder rezessiv?
:shock: Ist dir deine Fragestellung bewusst? Definiere gesund?

Ich bin mir just nicht sicher, doch würde ich von einem autosomal-rezessiven Erbgang sprechen.

Merkmalsträger könnten alle sein, obgleich ein Elternteil oder sogar beide gesund sind,
könnten sie die veränderte DANN weiter vererben.

Bei zwei gesunden Elternteilen, wovon jedoch einer Merkmalsträger ist vererbt dieser weiter
und es kommt beim Nachkommen zum Ausbruch.

Eine Generation überspringt man wenn ein Elternteil erkrankt (mit Ausbruch) ist und der andere homozygot gesund ist. Die Nachkommen wären die Merkmalsträger und vererben sozusagen an die `Enkel`.

Um simpel auf deine letzte Frage einzugehen, obgleich ich mir just nicht sicher bin es aber der Logik entspräche, würde ich sagen das die `kranke und gesunde Variante` grundsätzlich dominant sind, da beide Seiten Merkmalsträger sein können.
Voraussetzung dafür ist natürlich das spezielle veränderte FKBP5-Gen.
hokla hat geschrieben: Schon möglich, aber ich glaub nicht bei jedem Kind. Die Welt ist ja leider nicht so einfach , und meist gibt es ja mehrere Auslöser für Krankheiten bei denen es auch Vererbbare Risikofaktoren gibt. Aber ein Risikofaktor ist es auf alle Fälle.
Sicherlich nicht bei jedem Kind, jedoch dürfte aufgrund der Erblehre ein Jedes Merkmalsträger sein.
Ob es zum Ausbruch kommt liegt letzten Endes an den Gesamtfaktoren, welche Du erwähntest.
franka hat geschrieben: Sehe dabei immer echte Menschen vor mir, ganz "praktisch" und beispielhaft mitgedacht.
Genau dies sollten wir nicht tun. Das man den Menschen diesbezüglich individuell betrachtet steht außer Frage.
Dieses Thema rein faktisch betrachtend stellt nur die Frage: `Ist BO als Folgeerkrankung vererbbar?`

Ein vorsichtiges, unschlüssiges `Ja` von meiner Seite!
franka hat geschrieben:finde ich sehr spannend was sich hier entwickelt
Ich auch! Ob es weiter geht?


Viele Grüße
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Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von Juli » Fr 21. Dez 2012, 11:58

Hallo ihr Lieben, ich finde das Thema sehr spannend und möchte an dieser Stelle gern ein Buch empfehlen. Der Autor ist psychotherapeutisch tätig und erläutert anhand von molekularbiologischen Erkenntnissen, dass Gene nicht starr festgelegt sind, sondern sich durch Umwelteinflüsse (Beziehungen) verändern können.

Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern

Dr. med Joachim Bauer



Mehr später...liebe Grüße Juli

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Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von Juli » Fr 21. Dez 2012, 12:30

Ich persönlich gehe davon aus, wenn sich Gene aufgrund von Erfahrungen verändern, dass das veränderte Erbgut durchaus relevant ist, um die Vulnerabilität für u.a. psychische Erkrankungen bei der nachfolgenden Generation zu erhöhen. Beispielsweise gibt es unter Holocoust -Opfer in der dritten Generation im Durchschnitt viel häufiger Traumafolgeerkrankungen als in der allgemeinen Bevölkerung (Quelle kann ich gern nachreichen), obwohl sie selbst nicht unbedingt traumatischen Umwelteinflüssen ausgesetzt waren. Meiner Meinung nach werden (platt ausgedrückt) psychische Signale in biologische umgewandelt, die wiederum die Gene und ihre Aktivität beeinflussen.

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Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von hokla » Fr 21. Dez 2012, 12:48

Eule hat geschrieben: *schreck* Herr je!
*heilig* :-)) *heilig*
Eule hat geschrieben:Ich wollte eigentlich nicht derart in die Tiefe gehen, doch macht es dies nun erst recht interessant.
Das ist leider eine meiner seltsamen Angewohnheiten. Alles von Adam und Eva her verstehen zu wollen bzw. versuchen strikt herzuleiten :roll:

Eule hat geschrieben:Definiere gesund?
Damit meinte ich einen Menschen der die Veränderung, die das FKBP5-Gen aktiver macht, nicht hat.
Eule hat geschrieben:Ist dir deine Fragestellung bewusst?
Kannst Du diese Frage irgendwie umformulieren, ich weiß nicht ganz was Du meinst :oops:

Ich versuch das ganz nochmal aufzurollen, und in anderen Worten zu sagen, da ich glaube, dass ich gestern etwas vermischt habe.

Bei Trägern einer FKBP5-Variante kann durch ein traumatisches Kindheitserlebnis die Aktivität dieses Genes durch Veränderung eines aktivitätskontrollierenden Faktors gesteigert werden. Diese Veränderung ist nicht reversibel. Mit den Folgen PTBS und BO durch ein drucheinandergebrachtes Stresshormonsystem.

Wenn BO vererbbar sein soll muss also diese Veränderung der Aktivitätskontrolle an das Kind weitergegeben werden.
Die Genvariante liefert ja "nur" die Disposition, dass die Veränderung bei einem traumatischen Erlebnis eintreten kann. Das heißt das Kind wird "verschont", wenn es kein traumatisches Erlebnis hat.

Mein Gedankengang ist jetzt: das Kind besitzt ein Chromosom mit dem nicht veränderten aktivitätskontrollierenden Faktor und eines mit dem veränderten. Das Gen kann also einmal normal und einmal stärker aktiv sein.
Jetzt ist die Frage, ob das normal aktive Gen die höhere aktivität des anderen Genes kompensieren kann und somit die durchschnittliche Aktivität der beiden gene dann die gleiche ist, wie wenn es zwei normal aktive Gene gibt(das meinte ich mit rezesiv), oder es immer noch eine erhöhte Aktivität gibt(das meinte ich mit dominant. Im zweiteren Fall wäre das BO wohl vererbt im ersteren nicht.
Wenn beide Eltern die aktivere Form des Genes an das Kind weitergeben, hat das Kind wohl sicher ein durcheinandergebrachtes Stresshormonsystem.

Bitte nicht *alleaufeinen* *hammer* , wenn ich in der aktivität von genen etwas falsch verstanden habe, ich bin nur Chemiker *zwinkern* .

lg

hokla
Auf der Lichtung der Gelassenheit genieße ich die Ruhe, mit der ich voll Vertrauen in mich selbst neugierig und aufrecht durch die Welt gehe.
hokla 1,1 :D

franka

Re: Burnout im Erbgut vorhanden?

Ungelesener Beitrag von franka » Mo 21. Jan 2013, 12:15

....habe gerade eine doch interessante Sendung gesehen ( kommt ja nicht nur "Schund" am vormittag ;)

dabei viel mir dieser Thread ein.
Auch wenn das Thema ein klein wenig in eine andere Richtung geht, gehört es wohl mit hier hinein.

hoffe man kann die Sendung dann im INet anschauen.
habe leider den passenden link nicht gefunden, vielleicht schafft es jemand anderes, ihn dann evtl. auch hier hinein zu stellen?
Zumindest ist das die Sendung gewesen.
http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/program ... Dispatch=1

glg franka

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