Mit 50 in Rente - soll's das wirklich gewesen sein ???

Die Diagnose wurde von einem Arzt gestellt - wie geht es jetzt weiter? Fragen, Anregungen, Lösungen ...
Arcadia
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Re: Mit 50 in Rente - soll's das wirklich gewesen sein ???

Ungelesener Beitrag von Arcadia » Di 19. Apr 2016, 16:09

Hallo zusammen,

es gibt wieder Neuigkeiten!

Aus der Reha wurde ich mit einer Sehnen-Entzündung in der Schulter entlassen - ein MRT förderte jetzt einen massiven Schaden der Nackenwirbel zum Vorschein. Des weiteren ein beidseitiges Karpaltunnelsyndrom.

Heute erhielt ich den Bescheid der DRV: Meinem Antrag auf LTA wurde entsprochen und in den nächsten Wochen soll ein Termin bei einem Berufsberater stattfinden.

Ich kann zwar die Arme nicht mehr nutzen und mein seelischer Zustand lässt keine Tätigkeit im sozialen Bereich zu. ebenso sind Vertrieb und EDV mit einer Leistungsfähigkeit von weniger als 3 Stunden belegt. Handwerklich geht wegen der Arme so gar nichts.


Bin gespannt, welche Art von Tätigkeit dem guten Mann jetzt einfällt.....

schneidert
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Re: Mit 50 in Rente - soll's das wirklich gewesen sein ???

Ungelesener Beitrag von schneidert » Mo 3. Dez 2018, 18:48

Hallo Vorsicht Falle bei der Teilhabe am Arbeitsleben!
Bin Ing. und 55. Mit 53 BurnOut, med. Reha und danach Umschulung zum Sozialbetreuer mit dem Ziel als Betreuer in einem geschützten Bereich zu arbeiten weil es für studierte nichts anderes gibt laut DRV. Abschluss mit 1,5 aber keine Stelle!
Nun Antrag auf Arbeitslosengeld zum ersten mal gestellt. Wurde auch Bewilligt aber nicht mit Berechnungsgrundlage als Ing. (wären 5456Brutto gewesen) sondern nach einer effektiven Bemessungsgrundlage. Ergebnis: Nach 40 Jahren Arbeit jetzt Arbeitslosengeld von 1250€ im Monat. Danke für die Umschulung liebe DRV.

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Re: Mit 50 in Rente - soll's das wirklich gewesen sein ???

Ungelesener Beitrag von Samson » Sa 8. Dez 2018, 10:19

Hallo schneidert,

dieses Thema hat ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Ich habe mal bei unserer Rentenfachkraft nachgefragt. Da scheint etwas alles andere als optimal gelaufen zu sein. Es scheint das beste zu sein, wenn Du schnellstmöglich wieder in Arbeit kommst. Nur so kannst Du Deine bisherigen Entgeltpunkte sinnvoll weiterführen. Natürlich wäre es wohl am geschicktesten, wieder als Ingenieur zu arbeiten. Eine Erwerbsminderungsrente oder ähnliches schadet wohl doch merklich, da Du erhebliche Abschläge hinnehmen müsstest. So wie ich das hier herauslese, erfüllst Du ja auch die Voraussetzungen nicht (mehr).

Lass Dich am besten von Deinen Sachbearbeitern da noch einmal beraten. Mehr können wir von hier aus leider nicht bewirken oder raten.

Viele Grüße
Samson

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Re: Mit 50 in Rente - soll's das wirklich gewesen sein ???

Ungelesener Beitrag von schneidert » Di 11. Dez 2018, 21:38

Hallo an alle,
es geht hier nur in zweiter Linie um meine persönliche Lage.
Es ist anscheinend der arbeitenden Bevölkerung nicht klar wie schnell jemand der 40 Jahre gearbeitet hat und dann krank wird kurz vor dem Harz stehen kann.
Es sollte hier eine Initiativ gestartet werden!

Realität ist:
Arbeiten
Krank
Job verlieren
Reha
Teilhabe am Arbeitsleben
Trotzdem kein neuer Job
Abstufung in Bezug auf Arbeitslosengeld
Und dann noch ca. 15 Monate bis Harz V
Wo ist hier der Fallschirm?

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Re: Mit 50 in Rente - soll's das wirklich gewesen sein ???

Ungelesener Beitrag von Caro » Di 11. Dez 2018, 22:18

Die Realität ist hart,das stimmt.
Die Gesellschaft geht davon aus,daß jeder Mensch arbeiten kann bis Ultimo,
läßt lieber junge Menschen in der Arbeitslosigkeit,anstelle diese zu fördern
und "ältere Menschen" *heilig* eher in den Ruhestand zu senden.
Was für ein politischer Unsinn.
Die Folge, keine Rente für die Jungen,weil die zunehmend studieren,dementsprechend immer
später in die Rentenkasse einzahlen und die Älteren ,die wirklich nicht mehr können,
büßen ein,wenn sie eher gehen wollen in den Ruhestand.

Eine Spirale....sorry,das musste jetzt mal gesagt sein!

Ich kenne es auch am eigenen Beispiel, habe selbst gekündigt,weil es einfach zuviel war ,
dann nächster Job,gleiche Branche ,gleiches DIlemma ,selbst gekündigt nach 2 Monaten...zum Glück ALG1
und bei Amt immer wieder ...ja sie haben Erfahrung , bringen alles ...Bewerbungen.
Der Druck sitzt da schon echt im Nacken .

Nach fast 40 Jahren Vollbeschäftigung wäre ich Anwärter auf Sozialfall im Rentenfall(vorfristig)...
Das muß man sich mal vorstellen und nun arbeite ich wieder in gleicher Branche (z.Zt.Wochenstd. 50 minimal).-
Ich bemühe mich um Stundenreduktion ,mal sehen ,wie ich es hinbekomme bzw. wie lange meine Gesundheit das
mitmacht.

Man braucht sich nicht wundern,daß es nichts wird ,man kämpft gegen die Zeit.

Ich wünsche Dir die Kraft,für Dich eine Lösung zu finden, die dir entspricht.
Raten kann ich Dir nur, die Ansprüche herunter zu schrauben...
wer bisher bescheiden gelebt hat, kommt da durch ,wer Ansprüche stellt wird Probleme bekommen.

In diesem SInne ,vielleicht ist es doch besser über einen Jobwechsel nachzudenken ,auch für weniger Geld,
Dieses tut es am Ende nicht,eher kommt man zur Ruhe...

Viele Grüße
von Caro (meine Aktion habe ich mit 58 durchgezogen und aufgrund meines Studiums fehlen auch noch einige Jahre )
Nimm mich so wie ich bin

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