Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Die Diagnose wurde von einem Arzt gestellt - wie geht es jetzt weiter? Fragen, Anregungen, Lösungen ...
Zen
Grünschnabel
Grünschnabel
Beiträge: 6
Registriert: Mi 19. Okt 2011, 18:05
Geschlecht: Männlich

Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Zen » Mi 19. Okt 2011, 18:32

Mein Vorstellungsthread

Also das hier ist eigentlich mein erster Tag mit der Selbstdiagnose Burnout.

Was ich aber einfach nicht verstehe, ist dass ich eigentlich schon als Kind dissoziative Symptome hatte. Schon mit 5, 6 Jahren litt ich unter Depersonalisierung und eigentlich habe ich so gut wie mein ganzes Leben in so einer komischen Traumwelt verbracht.

Ich wurde in der Schule immer gemobbt, gehänselt und ausgegrenzt, hatte eigentlich nie wirklich Freunde, weswegen ich heute auch ordentliche psychische Narben habe... Ich konnte mich in der Schule auch nie konzentrieren, weil ich immer so verträumt war - Darauf wurden meine Eltern auch oft von den Lehrern aufmerksam gemacht.

Wie kann das denn nur sein, dass ich als Kind schon an Dissoziation litt?

franka

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von franka » Mi 19. Okt 2011, 19:38

Hallo Zen,

ich möchte dich hier im Forum Herzlich Willkommen heißen!
Zen hat geschrieben:Also das hier ist eigentlich mein erster Tag mit der Selbstdiagnose Burnout.
ich gehe davon aus das es nur eine Vermutung deinerseits ist *zwinkern*

Zen schreibt:
Ich leide unter starkem "maladaptivem Tagträumen" (auf Deutsch gibt es den Begriff eigentlich gar nicht, auf Englisch nennt man es "maladaptive daydreaming"
Wenn du das weißt, scheint es eine Diagnose zu sein?

Hattest du denn schon einmal psychologische Betreuung?

Auf Grund deines Vorstellungsbeitrages liest es sich für mich eher nach einer Spielsucht eines PC Spieles.

Es erschließt sich für mich nicht was du mit einem "burn out" in Verbindung bringst?

Diese Fragen werfen sich für mich auf, da du ja den Weg hier ins Forum gefunden hast.

Ansonsten kann ich dir nur empfehlen einen entsprechenden Facharzt aufzusuchen!

Denn eine Selbstdiagnose kann ja auch in eine falsche Richtung führen.

das ist meine persönliche Meinung.

herzlichen Gruß franka

Zen
Grünschnabel
Grünschnabel
Beiträge: 6
Registriert: Mi 19. Okt 2011, 18:05
Geschlecht: Männlich

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Zen » Mi 19. Okt 2011, 19:55

franka hat geschrieben: Wenn du das weißt, scheint es eine Diagnose zu sein?
Nein, offiziell ist das noch keine Diagnose. Man kann das nicht diagnostiziert bekommen und die meisten Psychiater haben noch nie davon gehört. Aber die Symptome davon habe ich alle und ich leide wirklich enorm darunter.
franka hat geschrieben:Es erschließt sich für mich nicht was du mit einem "burn out" in Verbindung bringst?
Also es ist ein Zustand von ausgeprägter emotionaler Erschöpfung, meist von starken dissoziativen Symptomen begleitet. Der Zustand wird dadurch ausgelöst, dass man sich beruflich oder sonstwie überlastet hat.
franka hat geschrieben:Ansonsten kann ich dir nur empfehlen einen entsprechenden Facharzt aufzusuchen!
Hattest du denn schon einmal psychologische Betreuung?
Also ich war mal bei einem Psychiater - Bei mir stand eine Weile lang Verdacht auf Asperger-Syndrom. Habe aber nie eine offizielle Diagnose bekommen.
franka hat geschrieben:Denn eine Selbstdiagnose kann ja auch in eine falsche Richtung führen.
Ich versuche, selbst da irgendwie rauszukommen... So wie ich es bisher immer in meinem Leben gemacht habe. Durch die Selbstdiagnose wird nichts schlimmes passieren...

Zen
Grünschnabel
Grünschnabel
Beiträge: 6
Registriert: Mi 19. Okt 2011, 18:05
Geschlecht: Männlich

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Zen » Mi 19. Okt 2011, 20:17

Du scheinst dir mehr Sorgen darum zu machen, wie das was ich habe, heißt, als um den ursprünglichen Grund, warum ich diesen Thread geöffnet habe.

Benutzeravatar
Sternenhimmel
Ehrenmitglied dritten Grades
Ehrenmitglied dritten Grades
Beiträge: 7663
Registriert: Sa 14. Aug 2010, 19:09
Geschlecht: Weiblich

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Sternenhimmel » Mi 19. Okt 2011, 20:43

Hallo Zen,

Ich hab deinen Eintrag gelesen und ich versteh auch noch nicht so ganz woran du einen BO
festmachst?Bei vielen liest man ja vom Schwindel, Schlaflosigkeit ,dem Getrieben sein
obwohl eigentlich die Kraft zum Vorwärtsgehen fehlt.
Aber was ich bei dir lese ist,dass du kein einfaches Leben hattest bis jetzt ,oder?
Schreib doch einfach mal mehr von dir ,dann fällt es mir leichter zu verstehen. *zwinkern*

LG Sternenhimmel
Ich hab ein Ziel ,und solang find ich auch den Weg.

Zen
Grünschnabel
Grünschnabel
Beiträge: 6
Registriert: Mi 19. Okt 2011, 18:05
Geschlecht: Männlich

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Zen » Mi 19. Okt 2011, 21:13

Sternenhimmel hat geschrieben:Ich hab deinen Eintrag gelesen und ich versteh auch noch nicht so ganz woran du einen BO
festmachst?Bei vielen liest man ja vom Schwindel, Schlaflosigkeit ,dem Getrieben sein
obwohl eigentlich die Kraft zum Vorwärtsgehen fehlt.
Ja, das trifft alles auf mich zu.

Also es war so, dass ich mir morgens wenn ich verschlafen aufstand immer vornahm, dass ich heute 12 Stunden spielen werde - Wie ich ja erwähnt habe, war es ein Spiel bei dem man, je länger man spielt, besser ist. Ich wollte andere Leute (hab mich damals immer mit anderen Leuten auf MSN unterhalten) beeindrucken, ich war richtig manisch. Irgendwann bekam ich dann Depressionen und musste aufhören.

Was willst du denn eigentlich noch wissen? Ich habe doch alles was wichtig ist, geschrieben.

Benutzeravatar
Isis
Ehrenmitglied dritten Grades
Ehrenmitglied dritten Grades
Beiträge: 21608
Registriert: Sa 4. Jul 2009, 18:01
Geschlecht: Weiblich

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Isis » Mi 19. Okt 2011, 22:04

Hallo Zen,

vorab möchte ich mitteilen, dass ich meinen Vorschreibern grds. beipflichte. Ferner möchte ich an dieser Stelle betonen, dass unter anderem und insbesondere der Sinn eines Selbshilfeforums für BO-Betroffene oder Menschen, die den Verdacht haben an BO zu leiden ist, sie zu bekräftigen den Weg zu einem Spezialisten zu gehen.
Alles andere, wie z.B. über die Ursachen Deiner Dissoziation oder Depersonalisierung zu philosophieren als auch Dich in Deiner Selbstdiagnose zu bestätigen, wäre unseriös und verantwortungslos, was nicht diesem Forum entspricht.

Von daher kann ich Dir an der Stelle nur eine Hilfestellung anbieten und zwar in Form eines Ratschlags: Gehe bitte zu einem Psychiater und berichte Deine Symptome und über Deine damalige Spielsucht.

Selbstdiagnosen zu erstellen ist höchst gefährlich und kann Dich niemals aus einem Teufelskreis raus bringen.

Gruß
Isis

Zen
Grünschnabel
Grünschnabel
Beiträge: 6
Registriert: Mi 19. Okt 2011, 18:05
Geschlecht: Männlich

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Zen » Do 20. Okt 2011, 06:46

Zu einem Spezialisten zu gehen ist aber überhaupt nicht möglich für mich.
Isis hat geschrieben:Selbstdiagnosen zu erstellen ist höchst gefährlich und kann Dich niemals aus einem Teufelskreis raus bringen.
Psychiater haben auch nicht immer Recht...

Benutzeravatar
Isis
Ehrenmitglied dritten Grades
Ehrenmitglied dritten Grades
Beiträge: 21608
Registriert: Sa 4. Jul 2009, 18:01
Geschlecht: Weiblich

Re: Ich habe doch überhaupt kein richtiges Leben?

Ungelesener Beitrag von Isis » Do 20. Okt 2011, 09:49

Hallo Zen,
Zen hat geschrieben:Zu einem Spezialisten zu gehen ist aber überhaupt nicht möglich für mich.
bitte erläutere weswegen? Liegt es eher an Deiner familiären Situation? Woran liegt es, dass Du nicht zum Spezialisten gehen kannst?
Isis hat geschrieben:Selbstdiagnosen zu erstellen ist höchst gefährlich und kann Dich niemals aus einem Teufelskreis raus bringen.
Zen hat geschrieben:Psychiater haben auch nicht immer Recht...
Nein, haben sie nicht. Denn auch diese sind Menschen. Und es spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Eigene Erfarhungswerte, eigene Persönlichkeitstrukturen und schlussendlich die Chemie, die zwischen Euch passen muss. Wenn Du Dich im Forum ein wenig einliest, wirst Du aber merken, dass mehrere von uns verschiedene Anläufe gebraucht haben, um sich schlußendlich wohl aufgehoben zu fühlen. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass man mitarbeiten und auch bereit sein muss, unangenehme Dinge über sich selbst zu hören. Denn das gehört nun mal dazu. Aber auch nur so, kann man an sich arbeiten. Nur definitiv kann ein Spezialist allemal besser herausstellen, wie Dir geholfen werden kann, als wenn Du selbst im I-Net nach verschiedenen Krankheitsbildern suchst, zumal die Grenzen öfters sehr fließend sind.
Um eine Besserung zu erzielen, muss man aber letztendlich Hauptprobleme herausstellen und an denen gezielt arbeitet.
Dafür benötigt es eine Bereitschaft offen zu sein, um Dinge über sich festzustellen, die vielleicht nicht immer so angenehm sind.
Es liegt an Dir, ob Du die Bereitschaft hast, Dich intensiv und insbesondere konstruktiv mit Dir zu beschäftigen. Eine Selbstdiagnose, die meines Erachtens laut Deinen Berichten nicht unbedingt die Richtige ist, lindert Deine eigenen Probleme nicht. Es mag Dich vielleicht kurzfristig beruhigen oder betäuben zu meinen, dass Deine Selbstdiagnose richtig ist, aber auf langer Sicht - ohne professionele Hilfe - wäre es für Dich hinderlich, wenn nicht sogar fatal.

Also erkläre uns bitte, warum Du nicht die richtige Schritte einleiten kannst und zwar einen Spezialisten aufzusuchen, bzw. zu Beginn Deinen Hausarzt, wenn Du ein vertraunvolles Verhältnis zu ihm hast, der dann alles weitere einleiten wird.

Gruß
Isis

Antworten

Zurück zu „BurnOut - und jetzt?“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste