Innerer Druck
Beispiele: ein Arzt möchte seinem Patienten helfen und die bestmögliche Behandlung herausfinden, gleichzeitig ist er sich des möglicherweise extremen Risikos bewusst, das eine Falschbehandlung mit sich bringen kann.Das Pflegepersonal weiß, dass ihre "Kunden" auf sie angewiesen sind und sich alleine nicht oder nicht ausreichend versorgen können. Der Polizeibeamte weiß, dass sein Gegenüber sich in einer Ausnahmesituation befindet und deshalb seinen Rat sucht oder auf die Befugnisse der Polizei angewiesen ist. Die Situation der Feuerwehr braucht wohl nicht weiter angesprochen zu werden. Neben alltäglichen Aufgaben sind sie vor allem mit lebensrettenden Maßnahmen betraut. Das sind nur einige Beispiele. Es gibt viele weitere Berufe, die ein Helfersyndrom fördern und mehr oder minder ständig mit inneren Konflikten verbunden sind.
In allen Bereichen (die Aufzählung ist hier nur exemplarisch und sicherlich nicht erschöpfend) besteht eine enorme Motivation. Es baut sich ein emotionaler Druck auf, dem der Betroffene versucht gerecht zu werden, indem er mit maximaler Kraftanstrengung dagegen hält. Das geht lange gut. Leider kann man aus keiner Quelle fortwährend schöpfen, ohne dass diese irgendwann zu versiegen beginnt.


