Fehlende Erfolgserlebnisse
Der BurnOut-Betroffene empfindet diese Tatsache irrtümlicherweise nicht als Last. Vielmehr sieht er sich in seiner persönlichen Auffassung bestätigt und befürchtet, dass sein Engagement nicht ausgereicht haben könnte.
Oft arbeiten diese Menschen in sozialen Berufen. Personen aus dem medizinischen Sektor, der Feuerwehr, Polizei oder Pflegedienst sind erfahrungsgemäß sehr anfällig für diese Erkrankung. Das liegt jedoch nicht an den typischen Medizinern, Feuerwehrmännern ..., sondern an deren Tätigkeitsfeld.
Womit hängt das zusammen? Im normalen Leben kann man durchaus auch mal "nein" sagen. Es gibt sicher noch andere Helfer für das Dorffest (oder anderes). Die Veranstaltung steht und fällt nicht mit dem Mitwirken einer Person. In den genannten Berufen ist dies jedoch oft anders. Dafür mass man hoch qualifiziert sein und außerdem ist der Hilfesuchende geradezu aufgeschmissen, wenn er zurückgewiesen wird. Das ist dem Helfer durchaus bekannt und übt daher den Druck aus, die gesuchte Hilfeleistung auch zu erbringen.
Da der BurnOut-Betroffene das weiß, stellt er sehr hohe Anforderungen an sich selbst. Er hat nicht die Möglichkeit, heute mal "etwas langsamer" zu machen. Wenn er gebraucht wird, ist Leistung gefragt. Oft wird diese Tatsache jedoch auch irrig angenommen. Es gibt auch Situationen in diesen Berufe, in denen man durchaus Spielraum hat. Leider fehlt dem Betroffenen die Möglichkeit, das auch zu erkennen und so sein Potential entsprechend einzuteilen. Darin liegt die eigentliche Erkrankung.
Es fehlt außerdem das positive Feedback. Das muss gar nicht heißen, dass jegliches Lob fehlt, die Anerkennung ausbleibt oder die Entlohnung nicht angemessen ist. Vielmehr erkennt man das Lob nicht an, weil man selbst andere Maßstäbe anlegt. Wenn man also gelobt wird, empfindet man dabei keine Genugtuung oder gar Stolz. Es fehlt gänzlich der empfundene, innere Lohn.


