Vorwort
Die Ursachen können ebenso vielfältig sein, wie es die Symptome sind. Meist mutet man sich im Alltag ein wenig zu viel zu. Bei BurnOut-Patienten handelt es sich meist um Personen mit sehr hoher Leistungsbereitschaft. Sie liefern sehr gute Arbeit und sind auch im Freundes- und Familienkreis als zuverlässig und hilfsbereit bekannt. Das sind geschätzte Eigenschaften, weshalb man sich gerne an diese Menschen wendet. Gerne wird ihre Hilfe in vielen Bereichen des Alltages angenommen, ohne ihren inneren Konflikt zwischen Hilfsbereitschaft und dringed benötigter Ruhe zu bemerken.
Innerer Druck
Beispiele: ein Arzt möchte seinem Patienten helfen und die bestmögliche Behandlung herausfinden, gleichzeitig ist er sich des möglicherweise extremen Risikos bewusst, das eine Falschbehandlung mit sich bringen kann.Das Pflegepersonal weiß, dass ihre "Kunden" auf sie angewiesen sind und sich alleine nicht oder nicht ausreichend versorgen können. Der Polizeibeamte weiß, dass sein Gegenüber sich in einer Ausnahmesituation befindet und deshalb seinen Rat sucht oder auf die Befugnisse der Polizei angewiesen ist. Die Situation der Feuerwehr braucht wohl nicht weiter angesprochen zu werden. Neben alltäglichen Aufgaben sind sie vor allem mit lebensrettenden Maßnahmen betraut. Das sind nur einige Beispiele. Es gibt viele weitere Berufe, die ein Helfersyndrom fördern und mehr oder minder ständig mit inneren Konflikten verbunden sind.
Teufelskreis Erschöpfung
Es entsteht schließlich eine chronische Überlastung, die für die körperlichen und seelischen Auswirkungen eines BurnOut-Syndroms verantwortlich sind. Es kommt zu Reaktionen wie Ungeduld, Reizbarkeit und aggressivem Schutzverhalten. Dadurch wird das Umfeld extrem in Mitleidenschaft gezogen und reagiert wiederum auf den Verursacher. Der Teufelskreis schließt sich.
Es geht an dieser Stelle nicht darum, Schuldzuweisungen zu äußern. Es werden sachlich die Fakten aufgezeigt. Dabei müssen wir jedoch feststellen, dass es ist, wie es eben so oft ist: Wir machen uns selbst das Leben schwer - unbewusst und ungewollt.
Externer Druck
Beispiel: der Arzt bekommt eine vermeintlich falsche Diagnose knallhart vorgeworfen und wird mit dem persönlichen Leidensdruck des Patienten belastet. Allein die Kenntnis der Situation des Patienten verschärft bereits die Lage. Das Gesundheitssystem tut sein Übriges dazu, um Probleme zu bereiten und macht den Arzt zum Instrument der Verwaltungsmaschinerie.
Fehlende Erfolgserlebnisse
Der BurnOut-Betroffene empfindet diese Tatsache irrtümlicherweise nicht als Last. Vielmehr sieht er sich in seiner persönlichen Auffassung bestätigt und befürchtet, dass sein Engagement nicht ausgereicht haben könnte.
Oft arbeiten diese Menschen in sozialen Berufen. Personen aus dem medizinischen Sektor, der Feuerwehr, Polizei oder Pflegedienst sind erfahrungsgemäß sehr anfällig für diese Erkrankung. Das liegt jedoch nicht an den typischen Medizinern, Feuerwehrmännern ..., sondern an deren Tätigkeitsfeld.


