Der erste Schritt
So abgedroschen es auch klingt: bei allen seelischen Erkrankungen ist es der erste Schritt, sie auch zu erkennen. Dieser erste Schritt zu Besserung ist bereits getan, wenn man festgestellt hat, dass ein BurnOut-Syndrom vorliegt.
Meist geschieht das eher zufällig. Man liest in einer Zeitschrift darüber oder tauscht sich zufällig mit einem Bekannten aus. Irgendwie kann man sich das alles nicht so recht vorstellen, erkennt sich jedoch in den Schilderungen zu einem erschreckend hohen Grad wieder. Es treten Zweifel auf, ob man selbst wirklich an so einer seltsamen Krankheit leiden könnte. Oft dauert es von diesem Zeitpunkt an noch Monate bis zu der Erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen kann. Es muss etwas geschehen, gleich.
Behandelbarkeit
Ein BurnOut-Syndrom selbst kann man nicht behandeln. Als Syndrom bezeichnet man ein Krankheitsbild, welches die verschiedenen Merkmale, nicht jedoch die Ursachen beschreibt. Dabei geht es um das erkennbare Erscheinungsbild. So beschreibt zum Beispiel der Begriff "Virusgrippe" schon die Ursache der Erkrankung (eine Virusinfektion), während die vorliegenden Symptome damit nicht erläutert werden. Der Begriff BurnOut beschreibt dabei sehr wohl und sogar ziemlich treffend das Krankheitsbild, jedoch in keiner Weise die ursächlichen Zusammenhänge.
Das BurnOut stellt eine körperliche Reaktion auf viele Stressoren dar. Viel schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen! Es gibt keine Medikamente gegen die Ursachen dieses Leidens. Was also kann man nun effektiv tun? Vorweg: sehr sehr viel! Bitte hierfür die folgenden Artikel lesen.
Den Alltag analysieren
Es geht nicht um jedes Detail. Es geht um die groben, die alltäglichen Dinge. Wie kann man den Stresspegel unter 100 % drücken? Nachts arbeiten und / oder ein anstrengendes Hobby einschränken? Es gilt sich körperlichen Ausgleich zur vorhandenen seelischen Belastung zu verschaffen!
Ausdauersport ist hier oft der Schlüssel. Wer länger als 20 Minuten im Ausdauerbereich trainiert, der baut massiv Stress ab. Jeder der es versucht wird feststellen, dass er sich bald wie ein neuer Mensch fühlt. Doch entsteht ein BurnOut nicht über Nacht. Es kann aber deutlich schneller wieder in seine Schranken gewiesen werden. Wir müssen so viele Stressoren wie möglich minimieren, um das zu erreichen!
Es kann sehr individuell sein, was man als Stress empfindet. Man sollte daher in sich gehen und die Stressoren entlarven. Wir müssen wieder lernen aufzuhören, wenn uns etwas zuwider ist.
Biologischer Stress
Stress ist negativer, von außen beigebrachter, schädlicher Einfluss auf einen lebenden Organismus. Dabei kann es sich um sehr vielfältige Faktoren handeln.
Nehmen wir als Beispiel einen Baum an. Der Baum wächst in einem kleinen Hain vor sich hin und entwickelt sich prächtig. Plötzlich tritt ein Stressor auf: saurer Regen. Das allein kann dem Baum jedoch nicht sehr viel anhaben. Er ist schließlich jung und kräftig. Sein "Stresskonto" wird dabei auf höchstens 30 % belastet. Davon kriegt der Baum "bewusst" eigentlich nichts mit und wächst fröhlich weiter.
Den Arzt aufsuchen!
Begleiterscheinungen wir hoher Blutdruck, Panikattacken und Probleme im Magen-Darm-Trakt sind wie viele andere Auswirkungen medikamentös gut zu behandeln. Einerseits stellen diese Auswirkungen selbst schon wieder Stressoren dar und es könnten sich daraus gefürchtete Langzeitschäden ergeben.


