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Definitionen und Einstufungen des BurnOut-Syndroms

Das Burn-Out-Syndrom wurde lange Zeit nicht als Krankheit (an)erkannt. Die Ursache lag darin, dass die auftretenden Beschwerden als losgelöste Probleme angesehen und jedes für sich einzeln behandelt wurde. Ein Zusammenhang zwischen den vermeintlich eigenständigen Erkrankungen wurde oft nicht gesehen. Man ging davon aus, man sei lediglich "ausgebrannt" und habe sozusagen keine Kraft oder Lust mehr, Leistung zu erbringen.

Leider ist diese Ansicht noch nicht ganz aus den Köpfen der Bevölkerung verschwunden. Zwar ist das BurnOut-Syndrom noch immer nicht als Erkrankung, sehr wohl jedoch als "Zustand, der zu einer Erkrankung führen kann" klassifiziert. Diese Spitzfindigkeit ist zwar unschön, dennoch aber zweitrangig. Viele Kliniken und Ärzte haben sowohl ihre Arbeitsweise, als auch ihre Methoden entsprechend angepasst und sich sogar auf das BurnOut-Syndrom als solches eingerichtet. 

Wer hat nicht schon einmal die Erfahrung gemacht, dass einzelne Personen immer wieder und noch dazu recht gehäuft krank sind? Dabei wechseln oft die Beschwerden. Meist wird dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung als amtlich bestätigtes "krank feiern" angesehen. Wer nun möglicherweise selbst einmal betroffen war oder einen BurnOut-Patienten in seinem näheren Bekanntenkreis hat, der weiß, dass von krank feiern nicht die Rede sein kann.

Weil die Erscheinungsformen, Symptome und Umstände so unterschiedlich sein können, kann eine Definition, also genaue Beschreibung des Krankheitsbildes "BurnOut-Syndrom" also nicht existieren. Schon der Begriff "Syndrom" macht deutlich, dass es sich hier um ein Aufeinandertreffen verschiedener Symptome handelt. Weder kann eine typische Symptomkonstellation noch das Fehlen eines bestimmten Symptoms ein BurnOut begründen oder selbiges als nicht vorhanden ausweisen. Es muss daher immer die Gesamtsituation betrachtet und die betroffene Person als Faktor in ihrem persönlichen Umkreis gesehen werden. Dennoch wurden unzählige Versuche unternommen, eine exakte Beschreibung des Komplexes "BurnOut" zu erstellen.

Woran kann man denn nun festmachen, ob man selbst betroffen ist? Trotz der augenscheinlichen Problematik ist das gar nicht so schwer. Informiere Dich auf den folgenden Seiten über die unterschiedlichen Zusammenhänge und Beschwerden, dann wirst Du recht schnell feststellen, dass das Fehlen oder Vorhandensein weiterer Symptome typisch für das BurnOut-Syndrom ist.

Es ist zwingend notwendig zu erkennen, dass die Ursache aller Symptome im Falle des BurnOut in der Psyche liegt. Doch ist das kein Grund zur Verzweiflung! Ein BurnOut Syndrom ist vom Grundsatz her sehr gut behandelbar. Eine vollständige Heilung ist in fast keinem Fall zu erwarten, da man seine Veranlagungen nicht und seine Neigungen nur sehr schwer ändern kann. Dennoch ist es jedem möglich, mit ein paar Informationen ein beschwerdefreies Leben zu führen. Also: Mut zum kämpfen! Es gilt nicht, seine Umwelt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Vielmehr lernen die Betroffenen, sich ihren Bedürfnissen anzupassen. 

Wie sieht unser Gesundheitssystem das Problem BurnOut? Zunächst liegt es nahe, dass genau geklärt werden muss, welche Beschwerden denn nun tatsächlich zu Grunde liegen. Hierzu werden oft unterschiedliche Ärzte und auch Gutachter bemüht. Das mutet zwar zunächst für den Betroffenen etwas seltsam an, kommt ihm jedoch schlussendlich nur zugute. Zu hoch sind leider die Zahlen derer, die eine derart schwer zu diagnostizierende Erkrankung vorschieben. Nach genauer Abklärung aber wird schnell deutlich, dass bereits viele Möglichkeiten der Behandlung und die dazugehörigen Einrichtungen geschaffen wurden. Es sind alle Weichen gestellt, eine optimale Versorgung zu gewährleisten. 

Derzeit wird das BurnOut-Syndrom in der Internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD-10) unter Z 73"Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" geführt. Somit hat das Kind auch endlich einen Namen bekommen und muss sich nicht mehr hinter anderen "echten" Erkrankungen "verstecken".

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