Bammel vorm Amtsarzt

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Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon Twistedtemptation » Mi 5. Mai 2010, 17:54

Nun habe ich auch ein nettes Schreiben bekommen und bin aufgefordert worden die Schweigepflichtserklärung auszufüllen, damit ich zeitnah zum Amtsarzt komme.
es heist ,, ärztliche Untersuchung zur Beurteilung der Dienstfähigkeit...,,

Davor hab ich riesengroßen Schiß, auch weil das in Bochum ist und ich mit der Bahn 3 Stunden unterwegs wäre(wo ich so Panik vor Bahnfahren habe...).
...da wollen Ärzte, die mich für 20 min. sehen, ein Urteil bilden? Ich habe noch keinerlei Unterlagen vom Arzt/Therapeuten bekommen, da ich ja in der Warteschleife hänge...


Man zweifelt an meiner Dienstunfähigkeit, naja bin seit 3 Monaten krankgeschrieben und warte auf die Genehmigung für den Therapiebeginn.... nehme meine Medis und versuche ruhig zu bleiben...

was soll ich machen, mir wird schon ganz schlecht und ich habe Angst davor, dass einfach entschieden wird, dass ich wieder ,,gesund,, bin!
Kennt sich da wer aus?
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon schnutzel » Do 6. Mai 2010, 10:01

Huhu, dann nehme ich an, dass du im öffentlichen Dienst bist wie ich?
Auch ich habe Mitte Juni einen Termin beim vertrauensärztlichen Dienst wegen Feststellung der Dienstfähigkeit und wurde am Telefon schon gefragt, was ich für meine Wiederherstellung der Gesundheit tue (Kur ist genehmigt, Therapie angefangen). Die Ärztin am Telefon meinte auch zu mir, wenn wir uns nach der Kur sehen geht es mir sicherlich noch besser, wie ich mich jetzt schon am TElefon anhöre. WIE BITTE?? Nach außen hin bin ich immer gut gelaunt - Maske eben. Aber wie es in mir drin aussieht... Dass muss ich ihr im persönlichen Gespräch halt noch versuchen klar zu machen.
Ich drück dir ganz doll die DAumen!!!!WAnn ist denn der Termin?

Ganz liebe Grüße
Kati
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon Kiara » Do 6. Mai 2010, 10:54

Hallo,

oh je, davor habe ich auch Angst und es wird noch auf mich zukommen.

Aber ich habe gehört, dass man dann eben auch gegen die Entscheidung Widerspruch mit dem Hausarzt einlegen kann.
(Mein Arzt hat mir auch schon erklärt, das ich dann ggf. bei einem Monster lande, das mich wieder auf die Arbeit schicken will.)

Vielleicht kannst Du nochmal mit Deinem Hausarzt darüber sprechen und wenn der hinter Dir steht, wird die Angst
weniger.

LG
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon Twistedtemptation » Do 6. Mai 2010, 13:04

hallo,

ich habe noch kein speziellen Termin für die Untersuchung, habe erstmal das Schreiben vom Arbeitgeber bekommen und muss die Schweigepflichtsentbindung ausfüllen und diese wieder an Arbeitgeber zurücksenden....das Schlimmste ist, das im Schreiben steht, dass man an meiner Dienstunfähigkeit zweifelt :cry:
Ich weiss noch garnichts, war auch schon 7 Wochen nicht mehr beim Therapeuten, da ich auf die Genehmigung für meine ambulante Therapie warte...

was ich bisher gemacht habe:

-Medikamente genommen
-Reha beantragt- geht aber nicht, da die Kasse die Kosten nicht übernimmt
-Therapie angefangen- 5 Probesitzungen gemacht
- warten (seit Ende März)auf Therapie und immer Krankschreibung verlängert

mir wird immer schlecht, wenn ich daran denke....
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon Kiara » Do 6. Mai 2010, 14:22

Hallo,

das man auch vom Arbeitgeber zu einem Amts- oder Vertauensarzt geschickt werden kann, OK.
Aber Schweigepflichtsentbindung für den Arbeitgeber oder Dienstherr?
Oder meinst Du gegenüber dem Amtsarzt?
Ich musste nur die Schweigepflichtsentbindung für die Krankenkasse ausfüllen und das ist ja auch im Sozialgesetzbuch
geregelt.

Da ist man schon krank und nicht belastbar und dann hat man mit diesen Sachen totalen Stress.
Ich habe ja auch schon dem Sachbearbeiter von der Krankenkasse gesagt, er soll mich nicht als anrufen,
weil er mich nur aufregt(macht mächtig Druck mit Reha - ich möche nämlich nicht).
Mein Arbeitgeber hat mich auch schon angeschrieben, wegen einem Gespräch. Das habe ich aber abgelehnt.


LG
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon joachim » Fr 7. Mai 2010, 10:59

Hallo Twistedtemptation,
ich habe den Beitrag gerade gelesen. Ich stehe ganz aktuell vor genau der gleichen Situation.
Vielleicht kann man sich ja mal austauschen.

LG, Joachim
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon Twistedtemptation » Fr 7. Mai 2010, 14:10

Hallo,
ja das wäre gut....
Mich wundert nur, dass mein Arbeitgeber die Schweigepflichtsentbindung (für den Amtsarzt) in die Hände bekommen soll- ich soll diese ausgefüllt (meine behandelnden Ärzte)und unterschrieben an den AG zurücksenden- dabei ist mir schon unwohl, weil dann jeder lesen kann, bei welchen Ärzten ich bin....

und dann diese Formulierung das man zweifelt....

das beste ist ja noch, das man mir in dem Schreiben vorhält, wieviele Tage ich auch 2009 bereits krank geschrieben war- zum Glück hatte ich jedesmal einen Schein- es waren ja immer gleich mehrere Tage und nicht wie manche, die mal eben einen oder 2 Tage ohne Krankenschein gefehlt hatten.
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon Twistedtemptation » Mo 10. Jan 2011, 00:33

Na super, jetzt hab ich schwarz auf weiss: Der Amtsarzt hat im Gutachten entschieden , das ich sofort arbeiten gehen sollte. Merkwürdig nur, das der nichts davon gesagt hatte, wo ich kürzlich zur Untersuchung war.Da hies es noch ich soll mir eine wirkungsvolle Therapie besorgen....

Jetzt warte ich natürlich das sich mein AG meldet, meine Krankschreibung geht eigentlich noch 2 Wochen.
Kann sich der Arbeitgeber im öffentl. Dienst wirklich drüber wegsetzen und mich sofort zur Arbeit diktieren?
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon holsten » Sa 22. Jan 2011, 23:18

Moin Twistedtemptation,

darf ich mal fragen bei welcher Behörde du bist?? ich finde das Verhalten deines AG unverantwortlich, und ich würde dir raten dich mit Anwalt und aller Kraft gegen diese methoden zur wehr zu setzen!
ich bin auch Beamter und in derselben Situation, würde mich freuen wenn wir uns mal ein wenig austauschen könnten!

Kopf hoch halten und alles gute!
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Re: Bammel vorm Amtsarzt

Ungelesener Beitragvon Twistedtemptation » Sa 22. Jan 2011, 23:42

Hallo

nun war es soweit, ich arbeite seit paar Tagen wieder, die Amtsärztin hat hat bestimmt und der Arbeitgeber reagiert und mich trotz bestehender Krankschreibung zur Arbeit befohlen.
Leider kann man da als Beamter nicht viel machen, war beim Facharzt, der meine Krankschreibung befürwortet und dem sind ab sofort die Hände gebunden, ich sollte nach seiner Meinung noch nicht arbeiten, jedoch darf er nach dem Dienstrecht nichts unternehmen.
Natürlich ist es verantwortungslos, das Problem: sollte ich auf die gleiche Diagnose ,,nochmals krank werden,, , bin ich verpflichtet sofort zum Amtsarzt zugehen.. was der dann sagt ist für mich Gesetz! Ein Widerspruch wäre schon möglich, aber schwer und langwierig. Das was man mir ,,nahegelegt ,, hat, meine Arbeitszeit zu reduzieren, Teilzeit, aber finanziell für mich nicht tragbar.
Die Möglichkeit mich als Notfall in eine Klinik einweisen zu lassen, behalte ich mir natürlich offen, sollte ich wieder zusammenbrechen, dann ist dies der einzig mögliche Weg für mich.
Ich wollte ja auch irgendwann wieder arbeiten, das dies so plötzlich kam, überfordert mich etwas, aber ich zeig mein guten Willen und probiere es. Solange ich positives Feedback bekommen werde bzw. man mich in Ruhe lässt, denke ich das ich es schaffen kann, wie lange das sein wird weiss ich nicht.
Ob man bei meinen Diagnosen auch Prozente als Behinderung anerkennen kann ist die Frage, da eher die Angstsymptomatik und die Depressionen im Vordergrund stehen.
Zur Zeit hab ich echt keine Kraft irgendwas --ausser zur Arbeit zu fahren-- zu machen....sorry
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